23.05.2017
Finanzen

Nutzen-Kosten-Untersuchung

Teaser Nutzen-Kosten-Untersuchung

Nutzen und Kosten sorgfältig abwägen

Bei der Entscheidung für die Finanzierung eines Bauprojekts spielt das Nutzen-Kosten-Verhältnis eine maßgebliche Rolle. Auch bei der 2. Stammstrecke wurden Kosten und Nutzen mehrfach sorgfältig berechnet und gegeneinander abgewogen.

Das Ergebnis: Das Projekt ist solide geplant. Der Nutzen- Kosten-Faktor rechtfertigt den Bau der 2. Stammstrecke.

Wie führt man Untersuchungen zu Nutzen und Kosten eines Bauprojekts durch?

Die 2. Stammstrecke ist eine sogenannte Verkehrswege-Investition des Öffentlichen Personennahverkehrs. Solche Investitionen werden vor ihrem Bau hinsichtlich Kosten und Nutzen bewertet.

Dieser Bewertung liegt ein bundeseinheitlich vorgegebenes Prüfschema zugrunde. Dabei werden verschiedene Prognosen und Kosten einbezogen, z. B.:

  • Prognosen hinsichtlich der allgemeinen Verkehrsentwicklung
  • Prognosen zur Nachfrage des ÖPNV
  • Prognosen zu Reisezeiten im ÖPNV
  • vermiedene Pkw-Betriebskosten
  • vermiedene Unfallschäden

Mit der Nutzen-Kosten-Untersuchung soll der gesamtwirtschaftliche Vorteil und damit die Förderwürdigkeit durch öffentliche Zuwendungsgeber (Bund, Länder) nachgewiesen werden. Ein positives Untersuchungsergebnis ermöglicht die Beantragung von öffentlichen Geldern für die Finanzierung eines Bauprojekts.

Grafik: Ein positives Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung ermöglicht die Beantragung von öffentlichen Geldern für die Finanzierung eines Bauprojekts.

Zu welchem Ergebnis kam die Nutzen-Kosten-Untersuchung für die 2. Stammstrecke?

2008 wurde im Rahmen der zweiten „Vergleichenden Untersuchung 2. S-Bahn-Tunnel“ ein positiver Nutzen-Kosten-Faktor für die 2. Stammstrecke ermittelt. Dieser Berechnung lag die Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke im Jahr 2017 bzw. vor den Olympischen Winterspielen 2018 zugrunde. Sie wurde später für den Zeitpunkt der angenommenen Inbetriebnahme 2019 neu gerechnet. Sie berücksichtigt dabei neben den aktuellen Kosten einen Prognosehorizont bis zum Jahr 2025, um die längerfristigen Auswirkungen der 2. Stammstrecke besser abzubilden.

Auf Grundlage der aktuellen Kostenermittlung der Deutschen Bahn, die bereits Ausschreibungsergebnisse von ersten Hauptbaumaßnahmen für die 2. Stammstrecke berücksichtigt, und einem erweiterten S-Bahn-Angebotskonzept (z. B. mit Flughafen-Express und ersten Regional-S-Bahnen), wurde eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt. Unter Berücksichtigung der Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 50 Prozent konnte in der Untersuchung ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,05 ermittelt werden. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, dass Bund und Land mit öffentlichen Mitteln den Bau der 2. Stammstrecke fördern können.

Weiterführende Informationen finden Sie in den Dokumenten zum Download:

Wie wird die 2. Stammstrecke finanziert?

Lesen Sie mehr zur Finanzierung dieses Gemeinschaftsprojekts.

Wie verläuft die 2. Stammstrecke?

Fahren Sie mit uns über die neue Strecke.

Was haben die Münchner von der 2. Stammstrecke?

Erfahren Sie mehr zum Nutzen des Bauprojekts.