23.04.2017
Strecke – So wird sie gebaut

Ergänzende Baumaßnahmen außerhalb der Stammstrecke


Wenn die 2. Stammstrecke gebaut wird, entstehen zusätzliche Gleiskapazitäten. Um diese Kapazitäten auszuschöpfen und das S-Bahn-Angebot insgesamt zu verbessern, soll auch außerhalb der Stammstrecke die Schieneninfrastruktur ergänzend ausgebaut werden.

Gemeinsam mit dem Großprojekt 2. Stammstrecke München sind folgende Bauvorhaben geplant:

Gemeinsam mit dem Großprojekt 2. Stammstrecke München sind diverse Bauvorhaben geplant.

Zweites Gleis im Abschnitt Weßling – Herrsching (S 8)

Auf der S 8 soll im bisher eingleisigen Bereich zwischen Weßling und Herrsching im Abschnitt Steinebach – Seefeld-Hechendorf ein zweites Gleis auf rund drei Kilometern Länge gebaut werden. Bei einer Taktverdichtung können sich in diesem Abschnitt die S-Bahnen begegnen.

Wendegleis am Bahnhof Weßling (S 8)

Ebenfalls auf dem Westast der S 8 soll am Bahnhof Weßling ein Wendegleis für dort startende und endende Züge gebaut werden.

Überwerfungsbauwerk südlich des Westkreuzes (S 6 / S 8)

Um einen Gleiswechsel über Weichenkreuzungen zu vermeiden, soll südlich der Station Westkreuz ein sogenannten Überwerfungsbauwerk errichtet werden. Damit können die S-Bahnen der Linie S 8 ohne Behinderung die Gleise der S-Bahnlinie S 6 nach Tutzing überqueren.

Linienleiter für die Linienzugbeeinflussung im Bahnhof Pasing

Um zusätzliche S-Bahnen auf den westlichen Linienästen anbieten zu können, soll im Bahnhof Pasing und unmittelbar westlich davon ein sogenannter Linienleiter für die Linienzugbeeinflussung (LZB) eingebaut werden. Die LZB ist ein Sicherungssystem für Bahnstrecken und hat zwei Funktionen: Zum einen informiert sie den Lokführer rechtzeitig über die Signalstellung an der Strecke und fordert ihn ggf. zum Bremsen auf. Zum anderen überwacht sie dauerhaft die Einhaltung der korrekten Geschwindigkeit und bremst den Zug ggf. automatisch ab. Das heißt: Mit der LZB können die Züge jederzeit gebremst werden. Dadurch werden Zusammenstöße von Zügen vermieden. Zur Datenübertragung zwischen Zug und Fahrweg wird zwischen den Schienen ein Kabel, der Linienleiter, verlegt. Auf der bestehenden S-Bahn-Stammstrecke wurde diese leistungssteigernde LZB bereits 2004 eingebaut.

140 km/h im Abschnitt Johanniskirchen – Flughafen München (S 8)

Auf dem Nordast der S 8 soll zwischen Johanneskirchen und dem Münchner Flughafen auf rund 14 Kilometern Länge die maximale Streckengeschwindigkeit auf 140 Kilometer pro Stunde angehoben werden.

Zusätzlicher Bahnsteig für die S-Bahn im Bahnhof Markt Schwaben (S 2)

Auf dem Ostast der Linie S 2 Richtung Erding soll im Bahnhof Markt Schwaben ein zusätzlicher Bahnsteig gebaut werden. Dieser neue Bahnsteig soll ausschließlich für die S-Bahn zur Verfügung stehen, die derzeit nur einen Bahnsteig in Markt Schwaben hat.

Zweites Gleis im Abschnitt Markt Schwaben – Erding (S 2)

Ebenfalls auf dem Ostast der S 2 soll im eingleisigen Abschnitt zwischen Markt Schwaben und Erding zwischen den Stationen St. Koloman und Aufhausen auf rund drei Kilometern ein zweites Gleis gebaut werden. Bei einer Taktverdichtung können sich in diesem Abschnitt die S-Bahnen begegnen.

Neben den hier genannten netzergänzenden Bauvorhaben plant der Freistaat für die Zukunft noch zahlreiche weitere Maßnahmen für den „Bahnausbau in der Region München“ und zur schnelleren Anbindung des Münchner Flughafens. Diese Bauvorhaben sollen schrittweise parallel zum Bau der 2. Stammstrecke und nach deren Fertigstellung realisiert werden.

Wie werden die Anwohner vor Lärm geschützt?

Mehr zum Lärmschutz beim Bau und Betrieb der 2. Stammstrecke.

Wie verläuft die 2. Stammstrecke?

Fahren Sie mit uns über die neue Strecke.

Was ist das Programm „Bahnausbau Region München“?

Lesen Sie mehr zu Stärkung des Bahnknotens München.