23.05.2017
Strecke – So wird sie gebaut

Wie verläuft die 2. Stammstrecke? 

Geplanter Streckenverlauf der 2. Stammstrecke von Laim bis Leuchtenbergring Geplanter Streckenverlauf der 2. Stammstrecke von Laim bis Leuchtenbergring - Übersichtskarte München
Der Bahnhof Laim wird umgebaut.

Umbau des Bahnhofs
Laim

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Am Münchner Hauptbahnhof entsteht eine neue unterirdische Station.

Neue unterirdische
Station Hauptbahnhof

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Am Marienhof wird eine neue unterirdische Station gebaut.

Neue unterirdische
Station Marienhof

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Der Ostbahnhof erhält eine neue unterirdische Station.

Neue unterirdische
Station Ostbahnhof

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Der Bahnhof Leuchtenbergring wird umgebaut.

Umbau des Bahnhofs
Leuchtenbergring

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Video: Die 2. Stammstrecke - Kernstück des Bahnknotens München
Grafik: Querschnitt und Draufsicht des Streckenverlaufs der 2. Stammstrecke

Entlastung für die bestehende Stammstrecke

Um die bestehende Stammstrecke zu entlasten, wird auf rund zehn Kilometern zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und Leuchtenbergring im Osten eine zweite Stammstrecke gebaut. Kernstück ist ein sieben Kilometer langer Tunnel, der den Hauptbahnhof und den Ostbahnhof miteinander verbindet.  

Der Tunnel verschwindet von Laim kommend kurz vor der Donnersbergerbrücke unter der Erde und taucht zwischen Ostbahnhof und Leuchtenbergring wieder an der Oberfläche auf. Aufgrund der Vorgaben des Brand- und Katastrophenschutzes werden die beiden neuen Gleise in getrennten Röhren geführt. Die Gesamtlänge der beiden Tunnelröhren beträgt deshalb rund 14 Kilometer. 

Drei Stationen, kürzere Fahrzeiten

Der 2. Stammstreckentunnel wird drei neue unterirdische Stationen am Hauptbahnhof, Marienhof und Ostbahnhof erhalten. Weil mehrere U-Bahn-Linien gekreuzt werden müssen, liegen die Stationen in rund 40 Metern Tiefe. Mit Aufzügen und Rolltreppen können die Fahrgäste die Höhenunterschiede rasch und bequem überwinden. Zu den Stationen der U-Bahn und der bestehenden S-Bahn wird es unterirdische Übergänge geben.

Mit nur drei Stationen ermöglicht die neue Stammstrecke deutlich kürzere Fahrzeiten. Die Einführung eines Express-S-Bahn-Systems führt zu attraktiven Fahrzeiten zwischen Umland und Stadt.

Video: S-Bahn München Warum hat der neue Stammstreckentunnel nur drei Stationen?
Video: Warum liegen die neuen Stationen so tief unter der Erde?
Am Münchner Hauptbahnhof wird eine neue unterirdische S-Bahn-Station für die 2. Stammstrecke entstehen.
Die zweite unterirdische Station der neuen S-Bahn-Stammstrecke wird am Marienhof gebaut.
Am Ostbahnhof wird ebenfalls eine neue unterirdische Station für die 2. Stammstrecke realisiert.
Die 2. Stammstrecke im Netz der Münchner S-Bahn
Der geplante Streckenverlauf der 2. Stammstrecke
Grafik: Geplanter Spurplan für die 2. Stammstrecke
Die S 3 Richtung Holzkirchen in der Nähe der Donnersberger Brücke. Etwa 300 Meter vor der Donnersbergerbrücke liegt das Westportal des neuen Stammstreckentunnels.

Der Trassenverlauf der 2. Stammstrecke im Detail

Los geht’s in Laim
Die neue Stammstrecke beginnt östlich des Bahnhofs Laim mit zwei sogenannten Überwerfungsbauwerken, die eine optimale Ausfädelung der beiden neuen Gleise aus der bestehenden Stammstrecke ermöglichen. Sie verläuft zunächst auf der Nordseite der vorhandenen Gleise. Die Strecke überquert die Gütergleise vom Rangierbahnhof Laim zum Südring und unterquert anschließend die Friedenheimer Brücke.

Weiter zum Hauptbahnhof
Etwa 300 Meter vor der Donnersbergerbrücke liegt das Westportal des neuen Stammstreckentunnels. Bis zur ersten unterirdischen Station am Hauptbahnhof unterquert die neue Stammstrecke die alte und wechselt auf deren südliche Seite. Die neue Station liegt in rund 40 Metern Tiefe zentral unter dem Hauptbahnhof und wird u. a. Zugänge in die Haupthalle erhalten. Über einen neuen Ostzugang ist zudem der Stachus auf kurzem Wege erreichbar.

Die zweite neue unterirdische Station: Marienhof
Östlich vom Hauptbahnhof unterquert die neue Stammstrecke zunächst die U-Bahn-Linien U 1 und U 2 und anschließend die alte Stammstrecke. Fortan verläuft sie nördlich von dieser. Am Karlsplatz (Stachus) kreuzt sie in Tieflage die U-Bahn-Linien U 4 und U 5, führt in mehr als 30 Metern Tiefe an der Frauenkirche vorbei und erreicht am Marienhof die zweite unterirdische Station. Diese liegt unter den U-Bahn-Röhren der U 3 und U 6. Die Zugänge zur neuen Station befinden sich hinter dem Rathaus am Marienhof.

Nächster Halt: Ostbahnhof
In ihrem weiteren Verlauf führt die Trasse unter der Maximilianstraße nach Osten und unterquert die Isar in Höhe des Maximilianeums. Eine Abzweigstelle unter der Praterinsel wird im Zuge des 2. Stammstreckentunnels bereits mitgebaut. Dadurch besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt die aus Richtung Süden kommenden S-Bahnlinien ebenfalls in die 2. Stammstrecke leiten zu können. In einem geschwungenen südlichen Bogen nähert sich die Trasse dann der Bahntrasse zwischen Ostbahnhof und Leuchtenbergring. Unter dem Orleansplatz entsteht unterhalb der zu kreuzenden U 5-Röhre die dritte unterirdische Station: Ostbahnhof.

Am Leuchtenbergring kommt alles wieder zusammen
Ab hier nähert sich der neue Stammstreckentunnel der Erdoberfläche. Das Ostportal liegt nordöstlich des Haidenauplatzes. Im Bahnhof Leuchtenbergring wird die neue Stammstrecke wieder mit der bestehenden Stammstrecke verbunden. Dafür werden hier die Gleise neu geordnet.

Warum liegen die neuen Stationen so tief unter der Erde?

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