23.04.2017
Strecke – So wird sie gebaut

Tunnelbau

Grafik: Beim Bau der 2. Stammstrecke kommen unterschiedliche Bauverfahren zum Einsatz.
Grafik: Die Tunnel der 2. Stammstrecke werden relativ weit unter der Erdoberfläche liegen.

Tief unter der Stadt

Die beiden Tunnel der 2. Stammstrecke werden relativ weit unter der Erdoberfläche liegen, denn sie müssen unter den schon vorhandenen S- und U-Bahn-Röhren „abtauchen“. Jeder der beiden Fahrtunnel ist jeweils sieben Kilometer lang. Insgesamt sind also 14 Kilometer Tunnel zu bauen.

Der Bau erfolgt mit unterschiedlichen Bauverfahren:

  • bergmännisch mit dem maschinellen Schildvortrieb: 11,9 Kilometer
  • offene Bauweise / Baugruben: 1,3 Kilometer im Bereich der Tunnelportale
  • Spritzbeton-Bauweise: auf einer Gesamtlänge von rund 800 Metern im Bereich der drei unterirdischen Stationen, der Abzweigstelle Praterinsel und der Verbindungs- und Rettungsstollen

Gleichzeitiger Schildvortrieb für die beiden Tunnelröhren

Der Vortrieb der beiden Tunnelröhren erfolgt maschinell und gleichzeitig von beiden Tunnelportalen, d. h. sowohl von Westen als auch von Osten. Die Startbaugruben befinden sich im Westen westlich der Donnersbergerbrücke und im Osten in der Nähe des Haidenauplatzes. Die Vortriebe treffen sich etwa in der Mitte an der unterirdischen Station Marienhof.

Beim maschinellen Schildvortrieb werden sogenannte Tunnelbohrmaschinen eingesetzt. Weil zwei separate Röhren zu bauen sind, werden insgesamt vier Tunnelvortriebsmaschinen benötigt. Wenn sie den Marienhof erreicht haben, werden sie zerlegt und aus dem Tunnel abgefahren.

Video: Tunnelbau für die 2. Stammstrecke
Video: Der Tunnelbau für die 2. Stammstrecke
Tunnelvortriebsmaschine, wie sie auch zum Bau des 2. Stammstreckentunnels eingesetzt wird.

Andere Ansprüche, andere Verfahren

Die Bahnsteigröhren der unterirdischen Stationen, die Abzweigstelle Praterinsel sowie die Rettungs- und Verbindungsstollen haben andere Querschnitte als die Fahrtunnel. Sie eignen sich nicht für den maschinellen Vortrieb und werden deshalb von einem Startschacht aus in Spritzbeton-Bauweise hergestellt.

Die Tunnelabschnitte in den oberflächennahen Bereichen nach den Portalen werden in offener Bauweise von der Oberfläche aus gebaut.

Spritzbeton, Schildvortrieb, offene Bauweise?

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Bauverfahren.

Wie verläuft die 2. Stammstrecke?

Fahren Sie mit uns über die neue Strecke.

Wie ist der Bauablauf organisiert?

Planung, Abbruch, Abtransport – der Bauablauf im Detail.