12.07.2019

Optimierungen bei der 2. Stammstrecke: Mehr Kapazität, Anbindung einer neuen U-Bahn und neues Flucht- und Rettungskonzept

Mehr Kapazität und Anbindung einer neuen U-Bahn: Bei einem Spitzengespräch in der Bayerischen Staatskanzlei mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Ministerpräsident Markus Söder, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, DB-Chef Dr. Richard Lutz und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla wurden umfangreiche Optimierungen bei der 2. Stammstrecke München vorgestellt.

Neben der Integration einer neuen U-Bahn-Haltestelle für eine künftige U9 am Hauptbahnhof soll die neue unterirdische Station am Ostbahnhof verlegt und die Streckenführung im Ostabschnitt angepasst werden. Die Betroffenheiten beim Bau im östlichen Abschnitt würden sich durch die neuen Planungen deutlich reduzieren.

Zu den Optimierungen gehört zudem eine „Dritte Röhre“ als Flucht- und Rettungsröhre. Dies würde nicht nur eine Optimierung auf ein modernes Sicherheitskonzept bedeuten, sondern in der Folge würden auch mehrere Rettungsschächte entfallen können - und damit Betroffenheiten von Anliegern. Im Evakuierungsfall ist eine leichtere Entfluchtung möglich und im Notfall ein leichterer Zugang der Rettungskräfte. Zudem ist so die Möglichkeit einer leichteren Wartung während laufenden Betriebs gegeben.

Mit den neuen Planungen und einem entsprechenden Fahrzeugkonzept soll die Fahrgastkapazität im S-Bahn-System deutlich erhöht werden. Die Inbetriebnahme verschiebt sich dadurch um zwei Jahre auf 2028. Der Kostenrahmen bleibt unverändert.

"Wir müssen das System jetzt so dimensionieren, dass es die Mobilitätsbedürfnisse der folgenden Generationen befriedigt", sagte Lutz. Noch vor Eröffnung der zweiten Stammstrecke soll außerdem das wichtige Stellwerk am Ostbahnhof erneuert werden und die Zuverlässigkeit der S-Bahn deutlich erhöhen.  

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