Erschütterungsschutz 

Erschütterungen durch Schwingungen

Im Umfeld einer Eisenbahnstrecke treten zum Teil für den Menschen wahrnehmbare Erschütterungen auf. Fahrende Züge erzeugen mechanische Schwingungen. Diese Schwingungen werden entweder über das Erdreich (sogenannter Körperschall) oder über die Luft (sogenannter Luftschall) übertragen. Um die Erschütterungen durch fahrende Züge zu reduzieren, sind verschiedene Maßnahmen möglich.

Eine direkte Beeinträchtigung oder Schädigung der Gebäudesubstanz – zum Beispiel durch Risse im Mauerwerk oder Putz – durch die vom Schienenverkehr erzeugten Körperschallwellen ist auch bei sehr dicht an der Bahnstrecke stehenden Gebäuden nicht zu befürchten. Trotzdem versucht die Bahn, die Belastungen möglichst gering zu halten.

Ursachen von Erschütterungen

Wenn Züge fahren, erzeugen sie mechanische Schwingungen. Diese werden entweder als Körperschall über das Erdreich oder als Luftschall übertragen. Der Körperschall, der mit zunehmendem Abstand abnimmt, breitet sich im Erdreich wellenförmig aus und kann sich von dort über das Fundament in ein Gebäude übertragen.

Im Gebäude können durch die Wellen des Körperschalls Schwingungen auftreten, die wiederum Wände und Decken in ihren Resonanzen anregen. Dieses „Vibrieren“ kann der Mensch über den Tastsinn wahrnehmen. Werden durch die Schwingungen der Decken und Wände hörbare Schallwellen erzeugt, spricht man von sogenanntem „sekundären Luftschall“.

Grenzwerte für Erschütterungen

Erschütterungen gehören zu den Immissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ausdrücklich erwähnt werden. Allerdings enthalten weder das BImSchG noch die ergänzenden Verordnungen verbindliche Regelungen, die Grenzwerte oder ein Prognose- und Beurteilungsverfahren für Immissionen infolge von Erschütterungen und sekundärem Luftschall an Eisenbahnverkehrswegen festlegen.

In der Planung von Bauprojekten werden deshalb technische Regeln (z. B. DIN, VDI-Richtlinien) und allgemeine Grundsätze der Rechtsprechung herangezogen. Danach sind die aus den bestehenden Anlagen hervorgehenden Immissionen in jedem Fall als Vorbelastung anzurechnen.

Schutzmaßnahmen gegen Erschütterungen

Die Entstehung und Ausbreitung des durch den Eisenbahnbetrieb hervorgerufenen Körperschalls kann zum Beispiel gemindert werden durch:

Unterschottermatten

Unterschottermatten sind elastische Matten, die unter dem Schotter im Gleisbett eingelegt werden. Sie können vor allem auf hartem Felsgestein Erschütterungen spürbar abmindern. Das Schotterbett wird seitlich durch sogenannte Gabionen (mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) begrenzt.

Masse-Feder-System

Ein Masse-Feder-System ist eine spezielle Konstruktion der Fahrbahn, mit der die Übertragung von Erschütterungen durch Züge verringert wird. Es wird bevorzugt bei Eisenbahntunneln in bebauten Gebieten angewendet. Zwischen der schweren Oberbaukonstruktion (Gleise in Form einer Festen Fahrbahn bzw. Betontrog mit Gleis im Schotter) und dem Tunnelbauwerk werden elastische Elemente wie Schraubenfedern oder elastische Kunststoffelemente eingebracht. Sie bewirken eine schwingungstechnische Entkopplung zwischen dem Oberbau und dem Untergrund.

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